Foto: Vincent Brosow
Im Spitzenspiel Erster gegen Zweiter mussten sich die SPREEFÜXXE am Sonntagnachmittag mit 33:24 (16:12) dem weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer HC Leipzig geschlagen geben.
Die Gastgeberinnen fanden besser ins Spiel und gingen schnell mit 2:0 in Führung. Leoni Baßiner erzielte in der dritten Minute den Anschlusstreffer zum 2:1. Naomi Conze glich kurz darauf zum 2:2 aus, doch die Messestädterinnen konnten sich erneut absetzen und auf 5:3 davonziehen. FÜXXE Kapitänin Lucy Gündel konnte in der neunten Minute erneut ausgleichen (5:5). Bis zum 9:9 in der 19. Minute sahen die knapp 800 Zuschauer in der ausverkauften Sporthalle an der Brüderstraße ein ausgeglichenes Spiel der beiden Mannschaften. Die Gäste nutzen eine Überzahlperiode um beim 9:10 das erste Mal in Führung zu gehen. Die Leipzigerinnen antworteten erneut und setzen sich fünf Minuten vor der Pause noch einmal auf 14:12 ab. Berlin blieb die restlichen Minuten ohne Torerfolg und musste so mit einem 16:12 Rückstand in die Kabine.
„Wir spielen 25 Minuten mit und hören dann auf,“ so SPREEFÜXXE Coach Susann Müller. „Die vier Tore Rückstand zur Pause müssen nicht sein, wir bringen uns selbst durch eigene Fehler in eine schwierige Ausgangslage.“
Wieder waren es die Gastgeberinnen, die nach der Pause den besseren Start erwischten. So konnten sie sich innerhalb von vier Minuten schon auf 18:12 absetzen. In der 42. Minute traf Naomi Conze zum 20:15, erzielte jedoch erst den dritten Treffer nach dem Seitenwechsel für die Hauptstädterinnen. Drei unglückliche Pfostentreffer in den folgenden Minuten verhinderten eine Aufholjagd und so setze sich der HCL bis Mitte der zweiten Halbzeit auf 23:16 ab. Mit einem Steal und darauffolgenden Kontertreffer in Unterzahl ließ Linksaußen Alissa Werle beim 24:19 zehn Minuten vor Schluss noch einmal Hoffnung aufkommen. Doch wieder hatte der Tabellenführer die richtige Antwort. Nach dem 27:21 setzte FÜXXE Trainerin Susann Müller jetzt alles auf eine Karte und orderte eine doppelte Manndeckung an. Naomi Conze traf vorne nach Belieben und erzielte die letzten drei Berliner Treffer, doch Leipzig gab sich vor ausverkauftem Heimpublikum keine Blöße und konnte am Ende einen 33:24 Sieg feiern.
„Wir sind vor allem in der zweiten Hälfte in Angriff und Abwehr einfach zu harmlos. So kann man dieses Spitzenspiel dann auch nicht gewinnen,“ sagte eine sichtlich enttäuschte Susann Müller nach dem Spiel.
„Wir wussten, dass es ein schweres Spiel gegen Leipzig wird, dennoch sind wir mit ganz anderen Erwartungen in das Spiel gegangen,“ so FÜXXE Rückraumspielerin Naomi Conze. „Wir haben in der Abwehr keinen Zugriff bekommen und ich glaube, dadurch hat uns das Selbstvertrauen im Angriff gefehlt. Dieses deutliche Ergebnis ist nicht unser Anspruch.“
Die SPREEFÜXXE Berlin rutschen nach der zweiten Niederlage in Folge jetzt auf den dritten Tabellenplatz ab, punktgleich mit Nürtingen (2.) und Rödertal (4.), alle mit 18:6 Punkten. Am kommenden Samstag empfangen die Berlinerinnen die TG Nürtingen im FUXXBAU.
HCL: Richter, Kurzke; Uhlmann 7/1, Lang 3, Radzeviciute, Illge, Theilig, Gaubatz 5, Klocke, Ferber-Rahnhöfer 4, Greschner, Glimm, Tauchmann 2, Meyer 2, Lammich 10/6
FÜXXE: Trooster, Ludwig; Conze 10, Fichtner 2, Fodjo, Gouveia 2, Gündel 1, Stefes, Cappellaro, Thelemann, In de Braekt, Wagner 5/5, Schaube, Nieuwenweg, Werle 3, Baßiner 1