Spreefüxxe Berlin

Starke erste Halbzeit bringt souveränen Heimerfolg

Foto: Vincent Brosow

Mit einer starken ersten Halbzeit sichern sich die SPREEFÜXXE Berlin einen souveränen 35:21 (21:9) Heimerfolg gegen den Tabellennachbarn aus Solingen.

Der Hauptstadtclub trat weiterhin ohne die vier verletzten Spielerinnen Kristina Fodjo, Lara-Sophie Fichtner, Anouk Nieuwenweg und Saskia Wagner an. Kapitänin Lucy Gündel, die sich vor allem in der ersten Halbzeit in Torlaune zeigte, erzielte das 1:0 für die Gastgeberinnen. Solingen hielt in der Anfangsphase mit und kam in der sechsten Minute auf 4:3 heran. FÜXXE Spielmacherin Leoni Baßiner erhöhte knapp eine Minute später auf 6:3. Lucy Gündel traf in der 13. Minute mit ihrem bereits fünften Treffer auf 10:5. Mitte der ersten Halbzeit nahmen die Klingenstädterinnen beim Stand von 11:5 das erstes Time Out. Die Gäste agierten danach mit zwei Kreisläuferinnen im Angriff und versuchten so die Berliner Abwehr zu knacken. Doch innerhalb von fünf Minuten zogen die FÜXXE weiter davon und Leoni Baßiner traf in der 20. Minute zum 15:5 und der ersten zehn Tore Führung des Spiels. Gästetrainer Jonas Schlender legte daraufhin bereits seine zweite grüne Karte. Solingens Nele Spengler verkürzte mit ihrem dritten Strafwurftreffer auf 15:6. Eine folgende Unterzahlperiode konnten die Berlinerinnen, auch danke Torfrau Zoe Ludwig, die zwei freie Bälle parierte, unbeschadet überstehen. Naomi Conze stellte die zehn Tore Führung mit ihrem Treffer zum 17:7 wieder her, bevor Kreisläuferin Jonna Schaube mit ihrem Kontertor zum 20:8 auf zwölf Tore erhöhte. 22 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff nahm FÜXXE Coach Susann Müller ihr Time Out, um den letzten Spielzug anzusagen, den Lucy Gündel erfolgreich zum 21:9 Halbzeitstand verwandelte.

„Wie meine Mannschaft in der ersten Halbzeit in der Abwehr arbeitet, das war schon sehr stark und spiegelt sich in nur vier kassierten Feldtoren wider,“ so Trainerin Müller.

Solingen startete die zweite Hälfte mit einer offensiven 5:1 Abwehr. Leoni Baßiner erzielte in der 33. Minute das erste Berliner Tor. Alissa Werle war drei Minuten später per Strafwurf erfolgreich. Linksaußen Michelle Stefes traf in Überzahl per Konter zur 15 Tore Führung. Selbst die darauffolgende Unterzahlperiode entschieden die Gastgeberinnen für sich und führten Mitte der zweiten Hälfte 28:13. Die Gäste griffen zur letzten Auszeit und versuchten jetzt mit dem 7:6 Angriffsspiel den Lauf der FÜXXE zu stoppen. Dies gelang anfangs und man konnte auf 29:16 verkürzen. Daraufhin legte Susann Müller ihre zweite grüne Karte, um ihre Mannschaft zu sammeln. Rechtsaußen Anaïs Gouveia beendete eine fünfminütige Torflaute und traf zehn Minuten vor Schluss zum 29:16. Solingen agierte weiterhin mit Empty Goal und so konnte FÜXXE Torfrau Danique Trooster, die seit der 45. Minute zwischen den Berliner Pfosten stand, ihren Treffer zum 33:19 beisteuern. Und als Nomi In de Braekt zum 35:21 Endstand traf, war sie die letzte Berliner Feldspielerin, die sich in der Torschützenliste verewigte.

„Wir spielen knapp 15 Minuten in der zweiten Halbzeit in Unterzahlabwehr und kassieren trotzdem nur 7 Gegentore,“ so Trainerin Susann Müller. „Wir spielen zwar heute auch sehr guten Angriff, bei dem sich alle Feldspielerinnen als Torschützinnen eintragen, aber das Spiel haben wir definitiv in der Abwehr gewonnen.“

„Wir starten wirklich sehr gut in das Spiel und spielen eine super erste Halbzeit. Da stimmte einfach alles, die Abwehr stand und wir konnten uns vorne, sowohl im Tempospiel als auch im Positionsangriff, dafür belohnen,“ analysiert FÜXXE Kapitänin Lucy Gündel. „Nach der Abwehrumstellung von Solingen in der zweiten Halbzeit sind wir etwas ins Stocken gekommen, aber haben das Spiel in Ordnung zu Ende gespielt. Ich bin sehr stolz auf das gesamte Team, das war eine super Teamleistung.“

Durch Niederlagen von sowohl Nürtingen wie auch Rödertal klettern die SPREEFÜXXE hinter Spitzenreiter HC Leipzig auf den zweiten Tabellenplatz.

Aufgrund der internationalen Woche ist die 2. Alsco Handball Bundesliga am kommenden Wochenende spielfrei. Am 19. April sind die Berlinerinnen dann zu Gast beim TSV Bayer 04 Leverkusen.

 

FÜXXE: Trooster 1, Ludwig; Conze 6, Gouveia 4, Gündel 8, Stefes 2, Cappellaro 1, Thelemann 1, In de Braekt 1, Schaube 3, Werle 4/3, Baßiner 4

HSV: Grewe, Eckardt; Heimann 2, Schatton, Nikolic 3, Schwitzer 2, Pickrodt 2, Völker 2, Bomnueter 1, Külker, Müller 4, Spengler 5/5, Souza, Gutzeit, Brandt 1

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