Foto: Vincent Brosow
Die FÜXXE haben ihr Auswärtsspiel am Samstagabend bei der TG Nürtingen mit 32:30 (18:17) verloren.
Die Berlinerinnen hatten trotz 0:1 Führung durch Nomi In de Braekt einen schwierigen Start ins Spiel. Nürtingen lag zunächst immer leicht vorne und agierte im Angriff konsequent mit einer Spielerin mehr im 7-gegen-6. Die Gastgeberinnen zogen bis zur 8. Minute zunächst auf 7:3 davon, ehe Berlin in der Abwehr besser ins Spiel fand. Nach einem zwischenzeitlichen 1:5 Lauf und einer daraus resultierenden 11:12 Führung der Füchse nach knapp 20 Minuten fiel merkwürdigerweise die Spielanzeige aus, sodass die Partie für mehrere Minuten unterbrochen werden musste. Die Partie verlief danach recht ausgeglichen, wobei die Heimmannschaft mit einem 18:17 in die Halbzeit gehen konnte.
Die Gastgeberinnen erwischte erneut den besseren Start in die zweite Hälfte und setzte sich schnell auf 20:17 ab. Die Füchse kamen erst nach sechs Minuten zu ihrem ersten Treffer nach der Pause. Anouk Nieuwenweg erzielte in der 40. Minute noch den 20:20 Ausgleich. Nürtingen ging immer wieder in Front, doch die SPREEFÜXXE blieben dran. Beim 24:23 Mitte der zweiten Hälfte konnte das Spiel in beide Richtungen kippen. Doch in der Endphase leistete sich der Hauptstadtclub im Angriff insgesamt zu viele Fehlwürfe und lief dem Rückstand hinterher. Näher als auf zwei Tore kam man nicht mehr heran und musste sich so am Ende 32:30 geschlagen geben.
„Wir nehmen es als Kompliment für unsere Abwehrleistung, wenn eine Topmannschaft wie Nürtingen, die selbst den Aufstieg anpeilt, über die kompletten 60 Minuten mit einer zusätzlichen Feldspielerin agieren muss, um erfolgreich zu sein“, erklärte SPREEFÜXXE-Coach Susann Müller nach der Partie. „Wir hatten diese taktische Variante bereits mehrfach im Training vorbereitet, da uns bewusst war, dass genau darin eine mögliche Herausforderung für uns liegen könnte. Nach einer kurzen Anpassungsphase hat meine Mannschaft diese Situation über weite Strecken sehr gut gelöst. Letztlich sind wir heute nicht an dieser Maßnahme gescheitert, sondern vielmehr an uns selbst – insbesondere an der fehlenden Konsequenz in unserem Umschaltspiel sowie im Torabschluss.“
Trotz der Niederlage zeigte sich Müller stolz auf ihr Team: „Die Mannschaft musste sich in den vergangenen vier Wochen gleich vier Topspielen mit enormer Belastung und hohem Druck stellen – und das zusätzlich zur täglichen Doppelbelastung jeder einzelnen Spielerin. Deshalb bin ich unglaublich stolz auf die Leistung und Entwicklung des Teams. Wir werden gestärkt zurückkommen, unsere Lehren aus diesem Spiel ziehen und uns jeder Herausforderung stellen, die noch vor uns liegt.“
Die SPREEFÜXXE belegen damit aktuell zwei Spoeltage vor Saisonende den 3. Tabellenplatz.
Am kommenden Samstag empfangen die Berlinerinnen die HL Buchholz-Rosengarten im FUXXBAU.
TGN: Sander, Leenen; Fischer 2, Wieder 2, Bühler 3, Nusser, Erhardt 5, Seeger, Schäfer 3, Bauer, Beddies, Fuchs 8/4, Distel 7, Treusch, Symanzik, Natalello 2
FÜXXE: Ludwig 3, Trooster; Conze 6, Fichtner, Fodjo, Gouveia 2, Gündel 1, Stefes 2, Cappellaro, Thelemann, de Braekt 1, Schaube 4, Nieuwenweg 5, Werle, Baßiner 6/3