Archivfoto: Vincent Brosow
Trotz der aktuell angespannten Personalsituation konnten die Berlinerinnen am Samstag einen souveränen 28:36 (15:19) Erfolg bei den Tigers Waiblingen feiern.
Zu den ohnehin schon verletzten Kristina Fodjo, Lara-Sophie Fichtner und Saskia Wagner gesellte sich nach dem Abschlusstraining am Freitag noch Linkshänderin Anouk Nieuwenweg. Die Gastgeberinnen erzielten von Linksaußen den ersten Treffer des Spiels. Eine frühe Zeitstrafe gegen die Tigers nutze FÜXXE Torhüterin Zoe Ludwig und traf das leere Tor zum 1:1 Ausgleich. Kapitänin Lucy Gündel erhöhte in der 6. Minute auf 1:3. Die Baden-Württembergerinnen blieben dran und gingen fünf Minuten später mit 5:4 in Führung. Doch nun waren die Gäste besser im Spiel und erspielten sich durch sieben Minuten ohne Gegentreffer eine 5:10 Führung. Das Spiel nahm jetzt beidseitig an Tempo zu und so konnte Naomi Conze neun Minuten vor der Pause mit einem Rückraumkracher auf 8:14 erhöhen. Vier Minuten später traf Linksaußen Alissa Werle zum 11:17. Nach einem Time Out kurz vor der Pause agierten die FÜXXE im letzten Angriff im 7:6. Den folgenden technischen Fehler nutzen die Gastgeberinnen um mit der Halbzeitsirene das Empty Goal zum Halbzeitstand von 15:19 zu erzielen.
Die ersten acht Minuten blieb das Team von Trainerin Susann Müller zu Beginn der zweiten Hälfte ohne Gegentreffer und baute die Führung auf 15:22 aus. In der 37. Minute hielten alle Berlinerinnen den Atem an, als Leoni Baßiner angeschlagen vom Spielfeld getragen wurde. Doch zehn Minuten später konnte die Spielmacherin weitermachen. Die Tigers agierten ab der 40. Minute im 7:6 Angriff und versuchten so, die Berliner Abwehr zu knacken. Doch Danique Trooster glänzte im Berliner Tor mit einigen sehenswerten Paraden, u.a. bei zwei Siebenmetern. Kreisläuferin Jonna Schaube traf Mitte der zweiten Halbzeit zum 18:27. Die Gastgeberinnen stemmten sich gegen einen zehn Tore Rückstand, stellten die Abwehr auf eine doppelte Manndeckung um und verkürzten durch drei Tore in Folge nochmal auf 21:27. Doch drei schnelle Tore der FÜXXE stellten den neun Tore Vorsprung zehn Minuten vor Schluss wieder her (21:30). Mit sieben Minuten Restspielzeit war es Rechtsaußen Anaïs Gouveia, die mit ihrem Treffer zum 24:34 die erste zehn Tore Führung für den Hauptstadtclub erzielen konnte. Waiblingen konnte nochmal verkürzen und Jonna Schaube erzielte mit ihrem fünften Treffer den 28:38 Endstand.
„In der ersten Halbzeit ist es uns gelungen, uns durch unser Tempospiel einen Vorsprung zu erarbeiten,“ so Kreisläuferin Jonna Schaube nach dem Spiel. „Nach der Abwehrumstellung von Waiblingen haben wir etwas gebraucht, um uns darauf einzustellen, haben hintenraus aber auch dafür Lösungen gefunden.“
Am kommenden Samstag empfangen die SPREEFÜXXE den Tabellennachbarn aus Solingen im FUXXXBAU.
Tigers: Thomsen, Hoke; Allgairer, Nagler 1, Kattner 3, Klingler 2, Brand 2, Gisa 1, Würdinger 1, Luber 5/1, Herzog 6/5, Keil 4, Eckardt 3
FÜXXE: Trooster, Ludwig; Conze 7, Gouveia 6, Gündel 5, Stefes 3, Cappellaro 1, Thelemann 2, In de Braekt, Schaube 5, Werle 1, Baßiner 5/1