Mit einem 28:26 (14:9) Heimsieg gegen SV Werder Bremen haben sich die SPREEFÜXXE Berlin für den Punktverlust im Hinspiel Ende Oktober revanchiert.
Vor knapp 400 Zuschauer in der Sporthalle Charlottenburg traf die Niederländerin Nomi In de Braekt im ersten Berliner Angriff zur 1:0 Führung. Die Gastgeberinnen waren immer wieder über das Tempospiel erfolgreich und spielten sich bis zur 10. Minute eine 6:4 Führung heraus. Es folgte eine zerfahrene Phase mit einigen Fehlern auf beiden Seiten und daraus wenig resultierende Treffer. In der 21. Minute stellte Alissa Werle mit ihrem Siebenmetertreffer zum 9:7 die zwei Tore Führung wieder her. Nachdem Ex-Bremerin Naomi Conze aus dem Rückraum auf 10:7 erhöhte griff Gästetrainerin Renee Verschuren zur grünen Karte. Trotz Unterzahl konnten die FÜXXE die Führung behaupten. Beim Stand von 12:9 drei Minuten vor der Pause nahm auch Heim-Trainerin Susann Müller, die erneut auf die verletzten Kristina Fodjo, Lara-Sophie Fichtner und Saskia Wagner verzichten musste, ihre Auszeit. Diese zeigte Wirkung und ihre Mannschaft ging mit einer 14:9 Führung in die Pause.
„Wir stehen wirklich gut in der Abwehr und kommen so auch in unser Tempospiel,“ so Trainerin Susann Müller nach dem Spiel. „Bremen bei neun Gegentoren zu halten, das ist schon sehr gut.“
Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigten sich beide Mannschaften sehr nervös. Bremen agierte jetzt mit vier Rückraumspielerinnen. Zwei Treffer durch Berlins Rechtsaußen Anaïs Gouveia brachten bis zur 37. Minute die 16:11 Führung für den Hauptstadtclub. Eine Zeitstrafe gegen Kreisläuferin Angela Cappellaro überstanden die FÜXXE unbeschadet und konnten den Vorsprung sogar bis auf 18:12 ausbauen. Bis Mitte der zweiten Hälfte hatten die Gastgeberinnen lediglich fünf weitere Gegentore kassiert und sich eine 21:14 Führung erspielt. Dies veranlasste Bremen zu einer erneuten Auszeit. Nach zwei schnellen Toren der Norddeutschen legte auch Berlins Susann Müller ihre zweite grüne Karte. Doch wie schon so oft in dieser Saison schlichen sich nun Unkonzentriertheiten in den Berliner Angriff. Einige torlose Minuten und kein gewohnter Zugriff in der Abwehr gaben den Gästen die Möglichkeit das Spiel noch einmal offen zu gestalten. Mit acht Minuten Restspielzeit stand es nur noch 24:22. Eine Unterzahlperiode vier Minuten vor Schluss überstanden die Berlinerinnen unbeschadet. Anouk Nieuwenweg war es, die eine Minute vor dem Ende den erlösenden Treffer zum 28:25 erzielen konnte, woraufhin Bremen noch der Anschlusstreffer zum 28:26 Endstand blieb.
„Wir kommen konzentriert und mit viel Fokus aus der Kabine und erspielen uns bis zum 21:14 eine komfortable Führung,“ analysiert Trainerin Susann Müller. „Ab der 45. Minute hören wir dann auch Angriff zu spielen und lassen durch unsere eigenen Fehler und Unkonzentriertheiten Bremen wieder ins Spiel kommen und machen das Spiel nochmal unnötig spannend. Das darf uns so nicht passieren, dennoch bin ich sehr glücklich über diese beiden Punkte.“
„Wir sind gut ins Spiel gekommen, besonders in der Abwehr konnten wir Bremen immer wieder unter Druck setzen und sie somit ins Zeitspiel zwingen,“ so FÜXXE Linksaußen Alissa Werle. „Mitte der zweiten Halbzeit kippte das Spiel jedoch etwas: Im Angriff fehlte uns die nötige Konsequenz im Abschluss, während wir in der Defensive einfache und schnelle Gegentore kassierten. Am Ende konnten wir dennoch die zwei Punkte mit einem knappen Sieg in Berlin behalten und nehmen wichtige Erkenntnisse mit, an denen wir im Hinblick auf das nächste Spiel weiter arbeiten können.“
Die SPREEFÜXXE verbuchen damit ihren sechsten Sieg und Folge und bleiben weiterhin auf dem 4. Tabellenplatz, punktgleich mit den Zweit- und Drittplatzierten TG Nürtingen und HC Rödertal.
Am kommenden Wochenende reisen die FÜXXE in den Süden. Am Samstagabend um 18 Uhr sind die Berlinerinnen zu Gast beim VfL Waiblingen.
FÜXXE: Trooster, Ludwig; Conze 5, Gouveia 6, Gündel 1, Stefes, Cappellaro, Thelemann, In de Braekt 2, Schaube 4, Nieuwenweg 2, Werle 5/3, Baßiner 3
SVW: Friesen, Pajak; Meyer, L. Ruwe 7, Budelmann 2, Schumacher 3, Pods, Bergmann 6, Munderloh, E. Ruwe 3/1, Niemann 1, Albert 1, Birk 2