Foto: Christoph Pabel
Mit einem glanzlosen 28:22 (15:11) Sieg gegen den Aufsteiger aus Kirchhof feierten die SPREEFÜXXE Berlin ihren siebten Heimsieg der Saison und sicherten sich die nächsten beiden Pluspunkte.
Ohne die vier Rückraumspielerinnen Naomi Conze, Nomi in de Braekt, Saskia Wagner und Lara-Sophie Fichtner starteten die Berlinerinnen in die Partie. Kapitänin Lucy Gündel erzielte den ersten Treffer für ihr Team. Doch gleich zu Beginn zeigte sich, was heute das grösste Manko sein würde: durch zwei verworfene Siebenmeter in den ersten vier Minuten nahmen sich die Gastgeberinnen selbst die Möglichkeit weiter davonzuziehen. Linksaussen Michelle Stefes erhöhte trotz Unterzahl in der 9. Minute per Konter auf 5:2. Kurz danach verhinderte die heute stark aufgelegte Danique Trooster mit einer Doppelparade in Unterzahl, dass Kirchhof verkürzen konnte.
Jonna Schaube erhöhte zum 6:2, bevor Winterneuzugang Anouk Nieuwenweg für zwei Minuten auf dir Strafbank musste. Trotz der Unterzahl gelang es den FÜXXEN die Führung zu halten. In der 17. Min nutze Kirchhof die Überzahlperiode besser und kam auf 11:8 heran. FÜXXE Coach Susann Müller reagierte in der 19. Minute beim Stand von 13:9 mit einem Time Out, welches Wirkung zeigte. Mit einem kleinen Zwischenspurt konnte sich ihre Mannschaft bis zur 22. Minute auf 15:10 absetzen. Kirchhof agierte jetzt mit 7:6 im Angriff, kam aber nicht wie gewünscht zum Erfolg. Doch die Gastgeberinnen blieben u.a. durch erneut vergebene Strafwürfe bis zur Pause ohne weiteren Treffer und so trafen die Gäste 90 Sekunden vor der Pause zum 15:11 Halbzeitstand.
Zu Beginn der zweiten Hälfte nutzte Kirchhof Unkonzentriertheiten der Berlinerinnen und verkürzte auf 16:14. FÜXXE Trainerin Müller reagierte bereits in der 34. Minute mit ihrer zweiten Auszeit. Zwei schnelle Treffer brachten die vorherige vier Tore Führung zurück (18:14). Mitte der zweiten Halbzeit erhöhte Michelle Stefes auf 23:18. Wieder kamen die Gäste heran und konnten auf 23:20 verkürzen. Berlin wechselte jetzt nochmal im Tor und brachte Zoe Ludwig für Danique Trooster. Ludwig setzte in dieser Phase mit zwei Siebenmeterparaden ein wichtiges Zeichen. Kirchhof agierte im Angriff erneut mit der 7. Feldspielerin und so traf die FÜXXE Torfrau sechseinhalb Minuten vor dem Ende auch selbst ins leere Tor der Nordhessinnen zum 26:20. Kirchhof blieb knapp acht Minuten ohne Tor verkürzte fünf Minuten vor Schluss nochmal auf 26:21. Kurz danach musste das Spiel aufgrund einer Schulterverletzung von Kirchhofs Anna Clara Rudolf für einige Minuten unterbrochen werden. Sie konnte das Spielfeld unter dem aufmunternden Applaus der Zuschauer eigenständig verlassen. Gute Besserung an dieser Stelle noch einmal vom gesamten SPREEFÜXXE Team. Die Gastgeberinnen trafen kurz vor dem Schlusspfiff zum 28:22 Endstand.
„Bei 26 Fehlwürfen, davon sechs Siebenmeter, müssen wir uns nicht wundern, warum der Sieg nicht höher ausgefallen ist,“ so SPREEFÜXXE Trainerin Susann Müller nach dem Spiel. „Ich finde wir standen hinten gut und hatten heute zwei sehr starke Torfrauen. Ärgerlich ist, dass wir das nicht mit nach vorne nehmen und im Angriff torhungriger agieren.“
„Wir sind sehr glücklich über die zwei Punkte. Kirchhof und wir selbst haben es uns nicht leicht gemacht,“ so die FÜXXE Spielerin des Tages Danique Trooster. „Wir wissen, wo unsere Verbesserungspotenziale liegen und werden gezielt daran arbeiten. Nichtsdestotrotz denke ich, dass wir auch phasenweise sehr schönen Handball gezeigt haben und genau das wollen wir in Zukunft immer häufiger zeigen, für uns selbst und für alle Fans, die uns gestern erneut großartig unterstützt haben!“
Der Hauptstadtclub behauptet durch den Heimsieg den 2. Tabellenplatz. Am kommenden Wochenende sind die Berlinerinnen zu Gast beim Bergischen HC.
FÜXXE: Trooster, Ludwig 2; Fodjo, Gouveia 3, Gündel 8, Stefes 4/1, Cappellaro 2, Thelemann, Schaube 4, Nieuwenweg 1, Werle 2/2, Baßiner 2
SG: Martin, Schmid; Damm 2, Grün, Sauerwald 3, Reimbold 6/2, Wagner 5, Berk, Krüger 1, Rudolf 1, Ulrich 2, Vrabie 2, Krömer, Adam