Spreefüxxe Berlin

Aufstiegstraum der SPREEFÜXXE platzt im Rückspiel 

Foto: Vincent Brosow

Der Traum vom Aufstieg in die 1. Handball Bundesliga ist für die SPREEFÜXXE Berlin geplatzt. Nach der 29:26-Niederlage im Hinspiel am vergangenen Mittwoch benötigten die Berlinerinnen im Relegationsrückspiel gegen den Erstligisten SV Union Halle-Neustadt einen Erfolg mit mindestens vier Toren Unterschied. Vor einer stimmungsvollen Kulisse in der Sporthalle Charlottenburg unterlagen die SPREEFÜXXE jedoch mit 26:33 (11:17).

Dabei starteten die Gastgeberinnen mutig und voller Energie in die Partie. Nach fünf Minuten brachte Kapitänin Lucy Gündel ihr Team mit 4:2 in Führung. Halle-Neustadt verkürzte in der 8. Minute auf 5:3, doch die Berlinerinnen verpassten es in einer Überzahlsituation nach zehn Minuten sowie nach einem verworfenen Siebenmeter, den Vorsprung weiter auszubauen. Die Wildcats fanden nun besser ins Spiel und gingen beim 6:7 Mitte der ersten Halbzeit erstmals in Führung. Während die Gäste ihre Überzahlsituationen konsequent nutzten, fehlte den SPREEFÜXXEN die nötige Effektivität. Bis zur 22. Minute zog Halle auf 10:12 davon. Beim Stand von 11:14 reagierte Berlins Trainerin Susann Müller mit einer Auszeit und stellte die Defensive auf eine offensive 5:1-Abwehr um. Doch vor allem im Angriff leisteten sich die Berlinerinnen zu viele technische Fehler und Fehlwürfe, die der Erstligist gnadenlos bestrafte. Halle-Neustadt setzte sich bis zur 26. Minute auf 11:16 ab. Nach einer torlosen Phase auf beiden Seiten trafen die Gäste 15 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff noch zum 11:17. Damit standen die SPREEFÜXXE bereits vor einer Mammutaufgabe: Neun Tore mussten in den verbleibenden 30 Minuten aufgeholt werden.

Auch nach dem Seitenwechsel erwischten die Wildcats den besseren Start und erhöhten direkt auf 11:18. Jonna Schaube verkürzte wenig später vom Kreis auf 13:19. Als Nomi In de Braekt in der 35. Minute nach der zweiten Welle zum 16:20 traf, keimte noch einmal Hoffnung in der gut gefüllten Sporthalle Charlottenburg auf. Doch Union spielte seine Erfahrung aus, verschleppte geschickt das Tempo im Angriff und verwaltete den Vorsprung souverän. Eine Berliner Unterzahl führte beim 17:23 (39.) zum nächsten Rückschlag. Zwar versuchte Susann Müller mit einer weiteren Auszeit den Endspurt einzuleiten, doch auch nach dem Hallenser Team-Timeout beim 19:25 (43.) gelang die Wende nicht mehr. Die SPREEFÜXXE stellten ihre Abwehr auf eine Manndeckung gegen Halles Spielmacherin um und agierten im Angriff mit einer siebten Feldspielerin. Das Team kämpfte bis zum Schluss, doch spätestens mit dem Treffer von Michelle Stefes zum 21:29 zwölf Minuten vor dem Ende war die Entscheidung gefallen. In Überzahl verkürzten die Berlinerinnen noch auf 23:30, ehe Moana Thelemann drei Minuten vor Schluss zum 25:31 traf. Die letzten Treffer der Partie gingen bereits im Jubel der Hallenserinnen unter, die sich mit dem Gesamtergebnis beider Spiele den Verbleib in der 1. Bundesliga sicherten.

„Die Hypothek von drei Toren in eigener Halle aufzuholen war nicht unmöglich. Wir wussten aber, dass heute alles passen und klappen muss, damit uns das gelingt – und das war leider nicht der Fall,“ so eine sichtlich enttäuschte FÜXXE Trainerin Susann Müller nach dem Spiel. „Das tut jetzt gerade sehr weh und wird auch noch ein bisschen andauern, bis wir das verarbeitet haben. Rückblickend bin ich dennoch stolz auf unsere Saison. Wir gehen jetzt in den wohlverdienten Urlaub und werden uns Anfang Juli auf die neue Saison vorbereiten und wieder angreifen.“

Danke für eine besondere Saison

Auch wenn der große Traum vom Aufstieg am Ende unerfüllt bleibt, können die SPREEFÜXXE Berlin auf eine starke Saison zurückblicken. Der Verein bedankt sich herzlich bei allen Sponsoren, Helferinnen und Helfern sowie den zahlreichen Fans, die das Team während der gesamten Spielzeit unterstützt und begleitet haben.

 

FÜXXE: Trooster, Ludwig; Conze, Fichtner, Fodjoa, Gouveia 3, Gündel 2, Stefes 5/3, Cappellaro, Thelemann 2, In de Braekt 3, Schaube 5, Nieuwenweg 3, Werle, Baßiner 3

Union: Kruggel, Ilic; Pallas, Molenaar 5, Marksteiner 5, Östlund 3, Wagenlader 1, Büch, Hertha 3, Gruber 8, Wipper, Polakova 1, Röpcke 4, Reuthal 2/1, Petika, Strauchmann 1