Foto: Vincent Brosow
Mit einem 28:23 (15:14) Heimerfolg gegen den Aufsteiger HSG Freiburg festigten die Berlinerinnen am vergangenen Samstag den 4. Tabellenplatz.
Der Hauptstadtclub ging ohne die verletzten Alissa Werle, Kristina Fodjo und Saskia Wagner in die Partie. Naomi Conze traf in der zweiten Minute zum 1:0 für die Gastgeberinnen. Beide Mannschaften fanden gut ins Spiel und die Freiburger Spatzen konnten in der 10. Minuten den 5:4 Anschlusstreffer erzielen. FÜXXE Spielmacherin Leoni Baßiner erhöhte drei Minuten später auf 7:5. Die heute stark aufspielende Berliner Torfrau Zoe Ludwig (17 Paraden) parierte Mitte der ersten Halbzeit einen wichtigen Strafwurf beim Stand von 9:6. Doch erneut hing das Angriffsspiel der Berlinerinnen in Perioden und so erzielte man fünf Minuten kein Tor. Doch die Berliner Abwehr stand und so kassierte man auch sieben Minuten lang keinen Gegentreffer. Dann war es Linksaußen Michelle Stefes, die zum 10:6 traf. Die Freiburgerinnen kämpften sich auf 10:9 heran. Beim 11:10 in der 22. Minute griff FÜXXE Coach Susann Müller zur grünen Karte. Doch die Wirkung blieb aus. Zwei Minuten später gingen die Gäste beim 11:12 das erste Mal in Führung. Zwei schnelle Berliner Tore durch die beiden Außenspielerinnen Anaïs Gouveia und Michelle Stefes zum 13:12 brachte die Gastgeberinnen erneut in Front. Als Lara-Sophie Fichtner nach einem Durchbruch auf den Ellenbogen fiel und im gegnerischen 6m liegen blieb, musste das Spiel für einige Minuten unterbrochen werden. Zwei Minuten vor der Pause erhöhte Anouk Nieuwenweg in Unterzahl auf 14:12. Michelle Stefes traf mit ihrem fünften Treffer zum 15:14 Halbzeitstand.
Wieder waren es die Gastgeberinnen, die nach dem Seitenwechsel den ersten Treffer erzielten. Die Berliner Abwehrsequenzen entwickelten sich zur Geduldsprobe, denn die Gäste spielten sehr lange Angriffe. Die Niederländerin Anouk Nieuwenweg erzielte in der in der 40. Minute die 19:15 Führung. Zwei Tore in Folge durch Kreisläuferinnen Jonna Schaube brachten die FÜXXE Mitte der zweiten Halbzeit auf 22:17. Doch erneut kam der Berliner Angriff ins Stocken und Freiburg nutzte dies um erneut auf 22:21 zu verkürzen. Susann Müller reagierte in der 50. Minute mit einer weiteren Auszeit. Im darauffolgenden Angriff erhöhte Leoni Baßiner auf 23:21. Auch die Gäste nahmen noch ein Timeout (24:22/54. Minute) und versuchte danach die Berlinerinnen mit einer offensiven Manndeckung aus dem Konzept zu bringen. Doch dies gelang nicht wie gewünscht. Ein Steal von Abwehrspezialistin Nomi In de Braekt und das darauffolgende Kontertor zum 27:22 brachten die Entscheidung. Die Spatzenerzielten kurz vor Ende noch den 28:23 Endstand.
„Wir bringen uns selbst in Schwierigkeiten, da wir im Angriff in Perioden nicht genug Zug zum Tor entwickeln,“ analysiert SPREEFÜXXE Trainerin Susann Müller nach dem Spiel. „Zweite Halbzeit kommen wir etwas besser ins Tempospiel. Für die kommenden Wochen müssen wir unsere Abwehr stabilisieren und vor allem vorne mehr Torgefahr ausstrahlen.“
„Der Heimsieg gegen Freiburg war extrem wichtig für uns,“ So FÜXXE Torfrau Zoe Ludwig. „Trotz einiger Fehler haben wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen und am Ende die zwei Punkte bei uns gelassen, worauf ich sehr stolz bin. Den positiven Schwung aus den letzten Spielen nehmen wir mit in die zweite Saisonhälfte und wollen da richtig durchstarten.“
FÜXXE: Trooster, Ludwig; Conze 2, Fichtner, Gouveia 3, Gündel 1, Stefes 6, Cappellaro 1, Thelemann, In de Braekt 1, Schaube 6, Nieuwenweg 4, Baßiner 4
HSG: Kuß, Kuntz; Person 3, Emmenecker, Faßbinder 2, Probst 4/1, Ehret, von Kampen 1, Walz 4, Stiehler 4, Klingler 3, Brennauer, Veith 2