Foto: Vincent Graph
Auch ohne die verletzten Naomi Conzen und Lara-Sophie Fichtner konnten die SPREEFÜXXE Berlin einen wichtigen 27:26 (13:13) Heimsieg im Topspiel gegen die TG Nürtingen einfahren.
Nürtingen startete in einer 5:1 Abwehr und erwischte auch vorne den besseren Start. FÜXXE Coach Susann Müller reagierte auf den Fehlstart ihrer Mannschaft bereits in der 5. Minute beim Stand von 0:3 und nahm ihre erste Auszeit. Erst zwei Minuten später konnte Alissa Werle per Strafwurf den ersten Treffer für die Gastgeberinnen erzielen und auf 1:4 verkürzen. Zwei aufeinanderfolgende Zeitstrafen gegen die Berlinerinnen in der 12. Minute beim Stand von 3:5 konnte man unbeschadet überstehen (6:8/16. Minute). Eine Überzahlperiode nutze der Hauptstadtclub um von 6:9 auf 8:9 heranzukommen. In der 20. Minute nahmen dann auch die Gäste aus Baden-Württemberg ihre erste Auszeit. Auch eine kurzzeitige doppelte Unterzahl ab der 22. Minute ließ die Berlinerinnen nicht aus der Ruhe bringen und Spielmacherin Leoni Baßiner konnte zum 10:10 ausgleichen. Zwei Pfostenwürfe bei 11:12 verhinderten die erste Führung für die FÜXXE und so wurden beim 13:13 Halbzeitstand die Seiten gewechselt.
Die über 400 Zuschauer in der Sporthalle Charlottenburg bekamen einen torreichen Start beider Mannschaften zu Beginn der zweiten Hälfte zu sehen. Attraktiver Tempohandball bescherte sechs Tore in drei Minuten zum Stand von 16:16. Berlins Kapitänin Lucy Gündel war es dann, die mit ihrem Tor zum 17:16 die erste Führung für ihr Team erzielte. In der 37. Minute gab es eine besondere Premiere: Neuzugang Anouk Nieuwenweg erzielte ihren ersten Treffer im SPREEFÜXXE Trikot und erhöhte auf 18:16. Nürtingen blieb dran und glich in der 42. Minute zum 20:20 aus. Doch die Gastgeberinnen reagierten und konnten erneut auf zwei Tore (22:20) davonziehen. In Überzahl erhöhte Linksaußen Michelle Stefes zwölf Minuten vor Schluss auf 24:21. Beide Teams boten sich einen harten Kampf um die beiden Punkte und die Neckarmädels kamen noch einmal auf 26:25 heran. So bot sich den anwesenden Zuschauern eine spannende Schlussphase. Nach einem Halstreffer gegen Leoni Baßiner musste Nürtingens Abwehrchefin für die letzten 63 Sekunden auf die Bank. Jonna Schaube traf vom Kreis zum 27:25. Mit 50 Sekunden Restspielzeit sammelte sich Nürtingen zu einer Auszeit und verkürzte danach durch einen schnellen Treffer von Toptorschützin Lisa Fuchs auf 27:26. Auch Berlins Trainerin Susann Müller reagierte 27 Sekunden vor dem Ende nochmal mit einem Timeout. Der darauffolgende technischer Fehler im Angriff blieb durch einen fair verhinderten Gegenstoß ohne Folgen und so konnten sich die SPREEFÜXXE über einen wichtigen Heimsieg und zwei weitere Punkte freuen.
„Ich freue mich sehr über diese ‚Antwort‘ meiner Mannschaft,“ so SPREEFÜXXE Coach Susann Müller nach dem Spiel. „Es zeigt Stärke nach der Niederlage in Leipzig heute so ein Spiel zu zeigen.“
„Es war ein spannendes Spiel, bei dem wir als Team bis zum Schluss gekämpft und uns dadurch diese zwei sehr wichtigen Punkte verdient haben,“ freut sich der niederländische Neuzugang Anouk Nieuwenweg. „Vor allem nach dem Spiel in Leipzig haben wir uns viel besser präsentiert und das war wichtig. Ich habe die Atmosphäre in der Halle genossen und bin froh, sie endlich vom Spielfeld aus erleben zu dürfen. Ich freue mich schon auf das nächste Heimspiel.“
Durch eine Spielverlegung, bei der man dem Wunsch des Gegners Rosengarten entgegenkam, sind die SPREEFÜXXE Berlin am kommenden Wochenende spielfrei. Das nächste Spiel bestreiten die Berlinerinnen am 24.01. daher erneut zuhause. Gegner ist der Aufsteiger SG 09 Kirchhof.
FÜXXE: Trooster, Ludwig; Fojdo 2, Gouveia 4, Gündel 2, Stefes 4, Cappellaro, Thelemann, In de Braekt, Wagner, Schaube 3, Nieuwenweg 2, Werle 5/4, Baßiner 5/2
TGN: Leenen, Sander; Fischer 5, Wieder 3, Bühler, Nusser 1, Erhardt 3, Seeger, Bauer, Fuchs 10/3, Distel 3, Treusch, Symanzik 1/1