Spreefüxxe Berlin

SPREFÜXXE halten trotz Hinspiel-Niederlage alle Chancen auf den Aufstieg offen

Foto: Vincent Brosow

Die SPREEFÜXXE Berlin haben das Hinspiel der Relegation zur 1. Handball-Bundesliga der Frauen beim SV Union Halle-Neustadt mit 29:26 (16:13) verloren. Trotz der Niederlage beim Erstligisten aus Sachsen-Anhalt ist für das Team von Trainerin Susann Müller vor dem Rückspiel in eigener Halle noch alles möglich.

Die Berlinerinnen erwischten den besseren Start und gingen durch ihre Kapitänin Lucy Gündel mit 0:1 in Führung. Die Wildcats drehten die Partie jedoch schnell und lagen in der 4. Minute erstmals mit 3:2 vorn. Die FÜXXE leisteten sich in der Anfangsphase zu viele einfache Fehler im Angriffsspiel, konnten aber eine Überzahlsituation nutzen, um bis zur 8. Minute von 5:2 auf 5:4 zu verkürzen. Dabei traf Leoni Baßiner gleich zweimal. Die Spielmacherin war es auch, die drei Minuten später per Siebenmeter den Anschluss zum 6:5 herstellte. In der Folge blieb Halle zunächst in Front und verteidigte lange eine 7:5-Führung. Erst in der 16. Minute brachte Michelle Stefes die Gäste wieder auf 7:6 heran. Berlin lief in dieser Phase ständig einem Rückstand hinterher, blieb aber durch einen Doppelschlag von Anouk Nieuwenweg zum 11:10 in Schlagdistanz. Eine kurze Unkonzentriertheit der Berlinerinnen nutzten die Gastgeberinnen anschließend konsequent aus. Während die Hauptstädterinnen mehrere Minuten ohne Torerfolg blieben, setzte sich Halle bis zur 26. Minute auf 15:11 ab. Berlins Trainerin Susann Müller reagierte mit einer Auszeit. Kurz darauf verkürzte Alissa Werle nach einem Konter auf 15:12. Nach einem weiteren Team-Timeout der Wildcats traf Cara Reuthal mit dem Halbzeitpfiff zum 16:13.

Wie schon zu Beginn der Partie erzielte Lucy Gündel auch den ersten Treffer nach dem Seitenwechsel und verkürzte auf 16:14. Trotz einer Unterzahlsituation kämpften sich die Berlinerinnen bis zur 35. Minute auf 18:16 heran. Es folgte eine zerfahrene Phase mit zahlreichen Fehlern auf beiden Seiten. Leoni Baßiner stellte beim 19:18 den ein-Tore-Rückstand aus der ersten Halbzeit wieder her. Eine weitere Berliner Unterzahlperiode nutzten die Wildcats jedoch, um sich erneut auf vier Treffer abzusetzen. Beim 23:19 schien Halle die Kontrolle übernommen zu haben. Die FÜXXE gaben sich jedoch nicht auf und verkürzten durch Naomi Conze auf 24:22. Wildcats-Trainerin Ines Seidler reagierte darauf mit einer Auszeit. In der Schlussphase stellte Trainerin Susann Müller die Berliner Abwehr auf eine offensive 5:1-Formation um. Zudem überstand ihr Team neun Minuten vor Spielende eine Unterzahl ohne Gegentor. Nach dem 26:22 setzte der Zweitligist im Angriff auf die siebte Feldspielerin. Halle verwaltete den Vorsprung jedoch routiniert und hielt den Abstand bis zur 57. Minute bei vier Toren (29:25). Den letzten Treffer der Partie erzielte Anaïs Gouveia zum 29:26 Endstand.

Trotz der Niederlage blickt Trainerin Susann Müller optimistisch auf das entscheidende Rückspiel am Samstag: „Es ist noch alles drin. Der Druck liegt nicht auf unserer Seite. Wir haben nichts zu verlieren und werden alles geben, um den Rückstand in eigener Halle aufzuholen.“

„Wir haben uns eine recht gute Ausgangslage erkämpft. Am Ende hat vielleicht die Belohnung für gut ausgespielte Angriffe gefehlt. Wir wissen, wo wir heute Fehler gemacht haben und werden zu Hause nochmal eine Schippe drauflegen. Mit der Unterstützung unserer Fans im Rücken sind wir bereit,“ gibt sich auch Torfrau Zoe Ludwig kämpferisch.

Die Entscheidung über den Aufstieg in die 1. Handball-Bundesliga fällt am Samstag, den 6. Juni um 18 Uhr in der Sporthalle Charlottenburg.

Die SPREEFÜXXE Berlin hoffen dabei auf die Unterstützung ihrer Fans im Kampf um den Aufstieg. Für alle ZuschauerInnen , die in grün erscheinen, gibt es eine besondere Aktion: Zwei Tickets zum Preis von einem.

Halle: Kruggel, Ilic; Pallas, Molenaar, Marksteiner 5, Östlund 1, Wagenlader 1, Büch, Hertha 5, Gruber 3, Wipper 1, Polackova 2, Röpcke 5, Reuthal 6/2, Petika, Strauchmann

FÜXXE: Trooster, Ludwig; Conze 3, Fichtner, Fodjo, Gouveia 3, Gündel 5, Stefes 3/1, Cappellaro 1, Thelemann, In de Braekt, Schaube 2, Nieuwenweg 4, Werle 2/1, Baßiner 3/1