Spreefüxxe Berlin

Rekordkulisse beim Spitzenspiel

Am Samstagabend konnten die SPREEFÜXXE Berlin ihr Heimspiel gegen den Tabellenführer HC Leipzig mit 25:21 (13:12) für sich entscheiden.

Vor der Rekordkulisse von 2001 Zuschauern, darunter einige angereiste Leipziger Fans, boten sich die beiden Mannschaften eine Partie, die ihrem Namen aller Ehren wert war. Dabei erwischten die Gäste den besseren Start und gingen nach drei Minuten mit 0:2 in Führung. Die Zuschauer bekamen tollen Tempohandball von beiden Mannschaften geboten. In der fünften Minute war es Kreisläuferin Jonna Schaube, die den ersten Treffer für die Gastgeberinnen erzielte. Nach einer Parade von Zoe Ludwig im Berliner Tor folgte ein langer Pass auf Linksaußen Alissa Werle, die vier Minuten später per Konter zum 4:4 Ausgleich traf. Kurz darauf konnte die heute stark aufspielende Ludwig einen Strafwurf entschärfen, doch vorne hatte Kapitänin Lucy Gündel Pfostenpech und der HC Leipzig konnte in der 21. Minute auf 8:10 davonziehen. Fünf Minuten später war es erneut Zoe Ludwig, die hinten den Kasten sauber hielt und mit einem Assist auf Rechtsaußen Anaïs Gouveia den 10:10 Ausgleich vorbereitete. Drei Minuten vor der Pause erzielte Jonna Schaube nach schönem Anspiel von Naomi Conze die erste Berliner Führung zum 11:10, bevor Leoni Baßiner zum Halbzeitstand 13:12 traf.

Nach dem Seitenwechsel konnte Lucy Gündel schnell auf 14:12 erhöhen. Die Teams zeigten sich jedoch nervös und es gab einige Fehlwürfe und Fehler auf beiden Seiten. Leipzig kam in der 35. Minute nochmal zum 14:14 Ausgleich, doch danach konnten sich die SPREEFÜXXE Tor um Tor absetzen. Michelle Stefes erhöhte in der 41. Minute per Siebenmeter auf 17:14. HCL-Trainer Erik Töpfer nahm daraufhin ein Time Out und die Gäste konnten eine siebenminütige Torflaute beenden und auf 17:15 verkürzen. Die FÜXXE erhöhte in der 47. Minute auf vier Tore (20:16). In einer Unterzahlperiode der Berlinerinnen war es Zoe Ludwig (heute mit insgesamt 21 Paraden), die zwei freie Bälle der Sächsinnen entschärfen konnte und so die Führung festhielt. Auch FÜXXE Coach Susann Müller hatte jetzt Gesprächsbedarf und beorderte ihre Spielerinnen zur Auszeit. Anouk Nieuwenweg traf daraufhin doppelt und baute die Führung auf 22:18 aus. Michelle Stefes stellte mit ihrem Treffer zum 24:19 vier Minuten vor Ende die Weichen auf Sieg. Leipzig versuchte nach einer weiteren Auszeit nochmal alles und agierte im Angriff im 7:6 und stellte hinten eine offensive Abwehr. Doch dies eröffnete Räume am Kreis und so war es Kreisläuferin Jonna Schaube, die den Siegtreffer zum 25:19 erzielte. Leipzig konnte noch zum 25:21 Endstand verkürzen.

„Unsere Abwehr war heute in Verbindung mit Zoe im Tor der entscheidende Faktor,“ analysierte FÜXXE Coach Susann Müller nach dem Spiel. „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, was sie hier heute vor der Kulisse geleistet haben. Vielen Dank an alle Zuschauer und Partner, die das so möglich gemacht haben!“

„Wir haben als Team eine wirklich starke Leistung gezeigt,“ sagt Linkshänderin Anouk Nieuwenweg. „Trotz eines etwas schwächeren Starts konnten wir schnell wieder ins Spiel finden, sind fokussiert geblieben und haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Den Vorsprung haben wir danach nicht mehr aus der Hand gegeben. Die Stimmung in der Halle mit unseren Fans im Rücken war überragend und hat unglaublich viel Spaß gemacht. Jetzt liegt unser voller Fokus auf der kommenden Woche!“

Am Wochenende reisen die Berlinerinnen in den Süden. Am Samstagabend ist man zu Gast beim Tabellendritten TG Nürtingen.

Auch SPREEFÜXXE Managerin Britta Lorenz war nach dem Spiel total begeistert. „Das war heute ein würdiger Rahmen für dieses Spiel. Danke an unsere Partner, die diesen Aktionsspieltag überhaupt ermöglicht haben.“

 

FÜXXE: Trooster, Ludwig; Conze 4, Fichtner, Fodjo, Gouveia 2, Gündel 1, Stefes 3/2, Cappellaro 1, Thelemann, In de Braekt, Schaube 4, Nieuwenweg 4, Baßiner 5/4, Werle 1


HCL: Kurzke, Fleischer; Uhlmann 5/2, Seidel 1, Walther, Lang, Theilig 1, Gaubatz, Klocke 1, Ferber-Rahnhöfer, Greschner, Glimm 1, Tucholke 7/1, Tauchmann 3, Meyer 2, Lammich